Jeder professionelle Blogger braucht es: Ein gut ausgestattetes Media Kit!

Aber wann solltest du eines auf deinem Blog anbieten? Und vor allem: Womit musst, sollst und kannst du es bestücken?

Wir zeigen dir heute, was ein gutes Media Kit ausmacht, was du darin auf jeden Fall vermeiden solltest und wie du auch ohne große Reichweite schon punkten kannst!

Bereit? Los geht’s!

Wann sollte ich ein Media Kit erstellen?

In den ersten drei bis sechs Monaten deiner Blogger-Karriere solltest du dich gar nicht damit beschäftigen. In dieser Zeit solltest du dich darauf konzentrieren, regelmäßig gute – nein, fantastische – Inhalte zu produzieren!

Das muss deine Priorität Nummer 1 sein!

Es macht dich auch eher unglaubwürdig und lässt dich voreilig wirken, wenn dein Blog noch in den Kinderschuhen steckt aber bereits ein Media Kit aufweist, denn es ist dafür da, deinen Mehrwert für Unternehmen aufzuzeigen. Den solltest du zunächst einmal erschaffen.

Viele Unternehmen treten auch erst nach einem Jahr an einen Blogger heran, weil sie sichergehen wollen, dass er auch dauerhaft beständig ist (die meisten Blogger geben nach drei bis sechs Monaten bereits wieder auf)

Richtig gute und wertvolle Kooperationen entstehen also oft erst nach 6-12 Monaten. Verschwende deine Energie also nicht zu früh auf dein Media Kit, sondern in den Aufbau deiner Glaubwürdigkeit, deiner dauerhaften Qualität als Blogger und deiner Beständigkeit!

 

Was gehört in mein Media Kit?

Ein Media Kit muss nicht immer mehrere Seiten lang sein. Es muss auch kein Kunstwerk an Design sein, aber es sollte das Gleiche ausstrahlen, wie dein Blog: Professionalität!

Daher halte es schlank, auf den Punkt gebracht und setze auf Qualität statt Quantität.

PR-Agenturen, Unternehmen und mögliche Auftraggeber haben wenig Zeit. Sorg dafür, dass sie in kürzester Zeit ein klares Bild von dir als Blogger und von deinem Blog als potentielle Werbefläche bekommen.

Frag dich dazu zu allererst:

Wofür möchtest du stehen? (Konsistenz – qualitative Artikel – eine spezielle Nische – Verlässlichkeit)

Wen möchtest du ansprechen? (Werbende – Marken – Jobbietende – einmalige/dauerhafte Kooperationen)

Welchen Wert kannst Du als Anfänger einem Unternehmen bieten? (Reichweite – Artikel – Fotos – Videos – Social Media Promotion)

Wenn du dir klar darüber bist, wen und was du auf dich aufmerksam machen möchtest, kannst du diese Message viel deutlicher ausdrücken, anstatt einfach eine Liste mit Fakten über dich zu präsentieren.

Auf dieser Grundlage solltest du folgende Punkte einbinden:

  • Eine klare, kurze Aussage darüber wer du bist, worum es in deinem Blog geht und für wen du schreibst
  • Eine knappe Beschreibung deiner Zielgruppe

Nutze Google Analytics, Piwik oder eine ähnliche Seite um herauszufinden, woher deine Leser kommen. Schau in deine Facebook Insights nach dem Alterspeak und dem Geschlecht. Bezogen auf deine Nische können auch andere Aspekte wichtig sein. (Schreibst du über eine Stadt, könnte es zum Beispiel interessant sein, ob du auch viele Leser dieser Stadt besitzt).

Idealerweise sollten sich diese Daten mit deiner gewünschten Zielgruppe des ersten Punktes decken.

  • Bereits entstandene Kooperationen von Unternehmen mit deinem Blog

Gewinnspiele, gesponserte Artikel, Social Media Promotion, Produkttests, etc.

Dies kann anfangs jede Kooperation sein, die du bereits eingegangen bist. Später solltest du filtern und die erfolgreichsten oder wichtigsten aufzählen.

Welche das sind? Das sind die Kooperationen, die am besten auf deine Nische gepasst haben – oder solche Kooperationen wiederspiegeln, die du zukünftig eingehen möchtest.

  • Deine Traffic-Daten

Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Beschränk dich auf monatliche Seitenaufrufe, Einzigartige Besucher (Nutzer) und Besuche (Sitzungen).

Das ist völlig ausreichend.

Verschönige hier nichts, halte die Daten so aktuell wie möglich (monatlich) und schreib immer genau dazu, aus welchem Zeitraum die Daten sind und von welcher Quelle du sie beziehst. Am besten fügst du direkt einen Screenshot dieser Daten ein.

  • Deine Social Media Kanäle

Du solltest nicht unbedingt alle Kanäle aufzählen, wenn sie nur wenige Follower haben. Dann bau diese Kanäle lieber auf mehrere Hundert Follower aus, bevor du sie mit aufnimmst.

In jedem Fall sollten Facebook, Twitter und eine dritte Quelle deiner Wahl genannt werden. Wähle die Kanäle aus, die in deiner Nische wichtig sind.

Fotografie = Instagram
Business = LinkedIn oder Xing
Fashion/Food/Design = Pinterest
Video = YouTube/Vimeo

  • Möglichkeiten die du zur Kooperation anbietest

Hier kannst du dich in einer schlichten Liste austoben, aber beschreib die, die dir am wichtigsten in ein paar Sätzen.

Du möchtest dich auf gesponserte Artikel konzentrieren? Dann beschreib kurz und knapp deine Bedingungen und vor allem, was dein Kooperations-Partner davon hat. Du möchtest eine Markenbotschafter werden? Beschreib, wie du einem Unternehmen dafür von Nutzen sein könntest.

Die Reihenfolge dieser Punkte bleibt Dir überlassen, aber bau dein Media Kit so auf, dass dem Leser als erstes der Mehrwert klar wird, den du ihm bieten kannst.

Mach dem interessierten Leser deines Media Kits dich und die Zusammenarbeit schmackhaft!

Link-Tipp: Reiseblogger, was gehört in euer Media Kit?

 

Was gehört nicht in mein Media Kit?

Dein Media Kit sollte wie eine Bewerbungsmappe sein. Dies ist der erste Eindruck darauf, wie eine Zusammenarbeit mit dir sein könnte.

Was würden wir also in keinem Bewerbungsgespräch anbringen?

  • Unhöfliche, harte Forderungen

Bleib nett. Glänze durch dein Engagement, deine Bereitschaft und Begeisterung für eine Kooperation.

  • Schlichte Fakten

Präsentiere dich. Zeig dich von deiner Schokoladenseite. Nicht nur Zahlen und Statistiken überzeugen. Wenn du sympathisch rüberkommst, kann das mehr Türen öffnen, als eine hohe Reichweite.

  • Rechtschreibfehler, schlechte Grammatik und ein liebloses Design

Lass dein Media Kit von einer zweiten Person durchlesen und korrigieren. Du bist ein Texter, ein Blogger und damit Content Producer. Fehler in deinem Media Kit lassen klar Rückschlüsse darauf zu, wie eine Auftragsarbeit für einen neuen Kunden aussehen würde.

Wie gesagt, du musst kein Design-Held sein, aber wenn du dich damit nicht auskennst, dann experimentiere auch nicht zu viel. Halte es schlank, schlicht und minimalistisch. Allerdings sollte es auch keine weiße Seite mit Textfluss sein.

Integriere dein Logo, einige gut getroffene Fotos von dir (repräsentiere deine Nische darin!) und reduziere dich auf maximal zwei Farben. Hier gelten die gleichen Regeln wie beim Blog-Design.

Idealerweise ergänzt sich dein Blog-Design auch mit dem Media Kit (Branding!)

Link-Tipps:

How to Make a quick Media Kit by using PicMonkey

Best Blogger Media Kits – Eine große Auswahl an Beispielen und Vorlagen

20 Example Blog Media Kits – …und noch mehr!

 

Ich bin noch ganz am Anfang, wie kann ich mich trotzdem gut präsentieren?

Die wichtigste Regel: Bleib ehrlich!

Nichts schadet so sehr, wie wenn du als Aufschneider enttarnt wirst. Unternehmen, Agenturen und PR-Manager sind ebenso untereinander verknüpft wie Blogger und ein schlechtes Image spricht sich noch schneller herum, als ein gutes.

Womit kannst du also statt großer Zahlen punkten?

  • Dem Sympathie-Bonus

Du magst nun vielleicht abwinken, aber die meisten Unternehmen entscheiden sich lieber für einen Blogger, der sympathisch, gewissenhaft und verlässlich wirkt, als jemanden der sich bereits auf einer hohen Reichweite ausruht.

Sie wissen, dass du vermutlich viel Energie, Leidenschaft und Arbeit in dieses Projekt stecken wirst. Also zeig das vom ersten Satz an.

  • Testimonials deiner Leser

Jemand kommentiert auf deinem Blog und dankt dir für einen tollen hilfreichen Artikel? Jemand preist dich auf Facebook als deinen Lieblingsblog? Jemand schickt dir einen Tweet, in dem er dich in den Himmel lobt?

Dann drückst du sofort den Antworten-Button und fragst, ob du ihn oder sie in deinem Media Kit zitieren darfst. Wenn dich deine Leser lieben, bist du für Unternehmen sofort wertvoll. Egal ob das 100 Leser oder 1000 sind. Sie sehen damit, dass du Einfluss hast. Und das ist alles worum es bei Kooperationen geht.

  • Over-Deliver

Sei dir anfangs nicht zu schade, auch kostenlos Kooperationen einzugehen um die ersten Testimonials zu sammeln. Liefere deine beste Arbeit und liefere mehr als du anfangs angegeben hast. Hau sie von den Socken!

Denn damit und den daraus entstehenden Testimonials kannst du dein Media Kit aufbauen.

 

Wie und wo sollte ich mein Media Kit präsentieren?

Ob du dein Media Kit öffentlich bereitstellen möchtest oder nicht ist ganz dir überlassen. Aber im Prinzip möchtest du doch a) es Unternehmen so einfach wie möglich machen und b) dir Arbeit ersparen (also unnötige Anfragen und E-Mails), also ist ein Download-Link auf deiner Seite „PR & Media“ am einfachsten.

Speichere dein Media Kit als pdf-Datei ab, leg es in eine Dropbox und verlinke das Wort Media Kit. Easy peasy.

Du hast langsam zu viel, was du gern in dein Media Kit packen möchtest? Mach es den Unternehmen trotzdem so einfach wie möglich und erstelle eine Übersicht von einer Seite und ein ausführliches Media Kit auf das du darin verweisen kannst.

Sehr gut ist auch eine englische Kurzübersicht für internationale Kooperationspartner.

Auch eine simple Seite auf deinem Blog (wie zum Beispiel Conni sie hat) ist eine gute Möglichkeit einen schnellen Überblick zu garantieren.

Aber denk immer daran: Als Anfänger solltest du dich wirklich ins Zeug legen um Unternehmen von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Knapp ist gut, aber zu knapp kann dann auch wenig überzeugend sein.

Überleg dir also gut, wie du, gerade zu Anfang, wahrgenommen werden möchtest!

 

Gute Beispiele für Media Kits:

Off the Path – Schönes Design, das zum Blog passt – klar und deutlich – mit vielen, mitreißenden Fotos

Neontrauma – Beispiel für ein Media Kit auf der Seite

Adventurous Kate – Sehr gute Selbstdarstellung als Kooperationspartner

Katy Widrick – Sehr gute Idee zur Werbebanner-Anbietung!

Pink Compass – Mehrere einzelne Pakete zu den Themen und Kurzübersichten

 

 

Haben wir wichtige Punkte vergessen? Hast du noch Fragen?
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