SEO ist für die Meisten eine der größte Herausforderungen beim Bloggen lernen.

Es scheint anfangs kompliziert unübersichtlich und ein Fass ohne Boden.

Da vergeht einem schnell die Lust, sich damit zu beschäftigen.

Aber wenn du einmal die Grundbegriffe kennst, ist der Wald vor lauter Bäumen schon gar nicht mehr so dicht.

Also nehmen wir heute mal die 10 wichtigsten Begriffe des SEOs auseinander und geben dir einen Grundstock, mit dem du leichter den Durchblick bekommst…

(Wir verwenden hier die englischen Begriffe, denn in den meisten Artikeln und Plug-Ins wirst du genau diese Form vorfinden)

 

#1 – Anchor Text

 

Der Anchor Text oder auch Ankertext oder Linktext ist die Beschreibung oder das Wort welches du benutzt, um anschließend zu einer weiteren Seite zu verlinken.

„Dieser Satz dient als Beispiel für einen Anchor-Text, bei dem ein bestimmtes Wort oder ein bestimmter Satz verlinkt wird.“

Bisher wurde der Anchor Text immer hoch gehalten: Über die Wortwahl, mit der Du einen Link markierst, konnte Google Rückschlüsse ziehen, worum es in diesem verlinkten Artikel geht.

Bereits vor einem halben Jahr hat Google aber angekündigt, dass der Anchor Text immer unwichtiger und irgendwann in diesem Punkt irrelevant werden wird.

 

#2 – Title Tag

 

Der Title Tag ist ein kleiner html-Schnipsel ( <title tag> ) im Kopfbereich deiner Seite, der den Titel deiner Seite angibt.

Er sorgt zum Beispiel dafür, dass bei Google der Name deines Blogs erscheint, wenn nach der Seite gesucht wird und dass du beim Teilen deiner URL auf Facebook auch dort ganz klar der Name erscheint.

Bloggen lernen - SEO Begriff Title Tag

Wenn du mit html-Code nicht unbedingt herumbasteln möchtest, übernimmt das auch WordPress für dich, wenn du den Namen dort in den Grundeinstellungen der Seite angibst.

 

#3 – Meta-Description

 

Die Meta-Description ist quasi eine Kurzbeschreibung, entweder von deinem Blog oder einer Seite oder eines Artikels.

Sie beschreibt kurz und prägnant, idealerweise mit den richtigen Keywords, den Inhalt.

Die Meta-Description deines Blogs kannst du in WordPress in den Einstellungen angeben, die Meta-Description einer Seite oder Artikels in deinem SEO PlugIn (z.B. SEO by Yoast).

Da die Meta-Description der Teil des Textes ist, der bei Google in den Suchergebnissen auftaucht, solltest du ihn fesselnd, informativ und glasklar definieren.

Bloggen lernen - SEO Begriff Meta Description

Hast du keine Meta-Description eingegeben, erscheinen einfach die ersten Zeilen der Seite oder des Artikels, was nicht immer sehr vorteilhaft ist…

 

 

#4 – 301 – Redirect

 

Ein ganz wichtiger Begriff und eine noch viel wichtigere Funktion:

Generell solltest du die URL einer Seite nach der Veröffentlichung niemals ändern.

Du hast vielleicht ohne es zu wissen bereits Backlinks auf diesen Artikel erhalten und er hat bei Google schon eine gewisse Reputation gewonnen, die du damit zerstören würdest.

Bist du doch einmal dazu gezwungen, aus welchem Grund auch immer, dann solltest du eine 301-Redirect (Weiterleitung) von der ehemaligen URL zu der neuen URL einrichten.

Das geht recht einfach z.B. auch wieder mit dem SEO by Yoast PlugIn.

Gleiches gilt auch für Blogs, deren URL sich ändert.

301 bedeutet dabei, dass es sich um einen dauerhaften Umzug mit Weiterleitung sämtlicher Backlinks und Reputation handelt, die die alte Seite bereits gewonnen hatte.

 

#5 – SERP

 

SERP steht für Search Engine Results Page und ist im Prinzip die Seite, die nach einer Suchanfrage mit den Suchergebnissen auftaucht.

Gibst du zum Beispiel „Packliste“ bei Google ein, sind die auftauchenden 10 Ergebnisseiten die SERPs für diesen Begriff.

Wichtig dabei ist vor allem, dass du mit deinen Artikeln natürlich so weit vorne wie möglich in den SERPs auftauchen solltest. Idealerweise auf der ersten Seite und den ersten Ergebnissen der Seite die erscheinen, bevor du weiterscrollen musst.

Bloggen lernen - SEO Begriff SERP

 

#6 – Keyword

 

Der wohl am meist gebrauchteste SEO-Begriff!

Ein Keyword ist ein einzelnes Wort, eine Phrase oder eine kurze knappe Beschreibung. Über sie wirst du bei Google gefunden, sie definieren den Inhalt von Artikeln, Seiten oder ganzen Webseiten und beschreiben worum es eigentlich geht.

Deshalb ist es so wichtig, die richtigen, treffendsten Keywords zu wählen, damit ein Nutzer im Internet sofort versteht, worum es bei dir geht.

Ein Keyword kann also „Modeblog“ für eine Blogbezeichnung, „Packliste“ für einen Artikel oder auch „SEO für Dummies“ für eine Seite sein, auf der du das gleichnamige eBook verkaufen willst.

 

#7 – Indexing

 

Google hat viele kleine Roboter-Helfer. Sie laufen den ganzen Tag durch das Internet und suchen nach neuen Inhalten.

So lässt sich das am Anfang einfacher verstehen, wenn Google noch wie ein komplexes Monster wirkt.

Diese „bots“ notieren dabei sämtliche Inhalte, die im Web zu finden sind: Sie indexieren sie.

Damit die bots es einfacher haben, solltest du in jedem Fall eine XML-Sitemap anlegen, also quasi eine Karte deiner Website. Wenn du ein SEO-Plug-In wie z.B. SEO by Yoast hast, übernimmt dieses Plugin das für dich.

Du kannst dich von der Indexierung in den Webmaster-Tools ausschließen lassen oder einzelne Seiten (wie z.B. das Impressum) davon ausschließen lassen.

Dafür musst du diese Seite oder deinen gesamten Blog einfach auf „no follow“ und „no index“ setzen.

Allerdings macht das für einen kompletten Blog, wenn du deine Reichweite erhöhen möchtest natürlich absolut keinen Sinn.

 

#8 – Links

 

Es gibt zwei wichtige Arten von Links: Interne (auch Inbound-Links genannt) und Externe (auch Backlinks genannt).

Inbound-Links stärken deine Seite, wie der Name schon sagt, intern und sind verweise innerhalb eines Artikels auf ältere Artikel deiner Seite. Dadurch entsteht ein spinnennetzartiges Geflecht aus Verknüpfungen deiner Artikel.

Das hält zum einen den Leser auf deiner Seite, stärkt dein SEO bei Google (denn Google erkennt damit, dass du noch viel mehr wichtigen Content auf deiner Seite hast) und auch einen wichtigen Artikel, den du hervorheben möchtest, mit den richtigen Keywords.

 

Externe Links, sind Links, bei denen eine andere Seite auf dich verlinkt oder umgekehrt, wenn du auf eine andere Seite verlinkst.

Sie sind sehr, sehr wertvoll und je höher der Page Rank einer Seite ist, umso stärker.

Solltest du Gastartikel schreiben, hast du eventuell einen gewissen Einfluss darauf, womit du verlinkt wirst. So kannst du in deinem Gastartikel auf einen, maximal zwei (sonst wirkt es schnell unverschämt) Artikel deiner eigenen Seite verlinken.

 

Generell gilt die grobe Regel: 3-4 Inbound Links und 1-2 externe Links pro Artikel (egal ob eigene Artikel oder Gastartikel)

Die Mischung macht’s und ist die ideale Kombination für ein gestärktes SEO!

Noch wichtig zu erwähnen sind auch die „No-Follow Links“

Hierbei setzt du einen Link und sagst Google ganz klar, dass er diesen Link nicht werten soll. Also ihn weder indexieren, noch ihm folgen soll.

Bewusst selbst einrichten kannst Du sie mit diesem schlichten html-Schnipsel: <a href=“besipielseite.de“ rel=“nofollow“>Beispielseite</a>

 

#9 – Rel=“author“

 

Dies ist der einzige SEO-Begriff, den du ganz offiziell ad acta legen darfst.

Aber um das einmal klarzustellen und du dich im Internet nicht von alten Angaben verwirren lässt, haben wir ihn hier noch einmal aufgenommen:

Bis vor gar nicht so langer Zeit, war es sehr, sehr wichtig seinen Autoren-Account bei WordPress mit dem Google+ Account zu verknüpfen.

Das hat dazu geführt, dass dein Google+ Autoren-Bild neben deinen Artikeln in den Suchergebnissen erschienen ist und hat die Klickrate durch ein persönliches Gesicht dahinter deutlich erhöht.

Nun hat Google diese Verknüpfung von Blogs und Google+ aufgehoben und somit ist all das unnötig geworden.

 

#10 – Canonical URL

 

Selten, aber manchmal kommt es vor, dass du identischen Content auf mehreren Seiten hast.

Zum Beispiel, wenn einer anderen Seite ein Artikel so gut gefällt, dass sie ihn erneut veröffentlichen wollen (mit deiner Erlaubnis) oder wenn du zwei Produkte anbietest, nur in unterschiedlichen Farben und auf unterschiedlichen Seiten.

(Dabei geht es nicht um Textabschnitte, also Zitate, sondern komplett identische Seiten.)

Das ist für Google grundsätzlich schlecht, denn Google hasst doppelten Content und entschließt sich im schlechtesten Fall, die falsche Seite von beiden zu indexieren.

Damit ganz klar wird, welche Seite von Google klar als der „Wichtigere“ erkannt werden soll, gibst du im Kopfbereich der HTML-Seite den Ursprung mit dem html-code <link rel=„canonical“ href=„http://example.com/unterseite.html“> ganz klar an.

Oder bittest eben die Seite, die deinen Artikel erneut veröffentlicht, ihn einzubauen.

(Dabei geht es nicht um Textabschnitte, also Zitate, sondern komplett identische Seiten.)

 

Hoffentlich sind dir nun ein paar der im Internet herumschwirrenden Informationen ein wenig klarer geworden und nun geht es an die nächsten Schritte:

Abonnier dir die wichtigsten Blogs über SEO in deinem Feed Reader der Wahl und lies dir täglich ein paar der Artikel durch um ein Grundwissen an SEO aufzubauen.

Beispiele für gute SEO-Blogs:

Um einen Blog erfolgreich werden zu lassen, ist dieses Wissen unverzichtbar!

Wie du deinen Blog richtig für SEO einrichtest, erfährst du in diesem SEO für Anfänger Beitrag von Sebastian!

 

Welche Begriffe hast du anfangs nicht verstanden? Teil ihn mit uns!
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