Seit 6 Monaten schreibe ich auf meinem Reiseblog Search for Happiness über das, was mich glücklich macht: Reisen. Ohne irgendwie groß darüber nachzudenken, habe ich im September 2013 einen Blog erstellt und regelmäßig Berichte geschrieben, um meine Weltreise für Freunde und Familie erlebbar zu machen.

Doch mit der Zeit war es nur noch öde und anstrengend darüber zu schreiben, was ich tat und erlebte. Ich wollte viel lieber anderen helfen, dasselbe Ziel zu erreichen, nämlich dorthin zu reisen wo sie sein wollen und unglaubliche Dinge zu erleben.

Also krempelte ich alles um. Ging von Reiseberichten zu Tipps zur Reiseplanung, von Ich-Erzählungen zu Must-Sees, die du in den verschiedenen Ländern erleben kannst. Und plötzlich war meine Leidenschaft wieder entflammt. Ich hatte meinen persönlichen Sinn in meinem Blog gefunden: Menschen zu helfen, ihre eigenen Reiseträume zu erreichen.

Warum du auch Blogger werden solltest? Weil Bloggen Leben verändern kann – auch Deines!

 

Hier die 10 Gründe, warum:

1 Du tust was du liebst

Wenn du einen Blog betreibst, wirst du wohl kaum über Dinge schreiben, die dich selbst anöden. Nein, du schreibst über Dinge, die dich fesseln, interessieren und auch faszinieren. Dinge, mit denen du dich in einem Bürojob vielleicht gar nicht befassen könntest. Ich liebe es zu reisen und neue Kulturen zu entdecken. Doch als Marketing Assistentin eines großen Konzerns bedeutete „Reisen“ für mich das Fliegen zu einem geschäftlichen Meeting und das „Neue Kulturen entdecken“, dass es während der Besprechung anderes Fingerfood als im eigenen Büro gab. Ziemlich bitter.

Wir leben einfach viel zu kurz, um unsere Träume nur halb zu erfüllen oder im tristen Büroalltag kurze Glücksmomente zu erleben. Du solltest jeden Tag in der Früh aufstehen und dich auf das freuen, das dich erwartet!

 

2 Was du liebst, tust du gut

Ich war noch nie gut in Physik, weil es ich es übel uninteressant finde. Alleine die Wörter Joule und Watt lassen mir einen Schauer über den Rücken laufen. Reisen hingegen finde ich genial. Und da merke ich mir auch alles, was mir gefällt. Ich weiß, dass du in Kaikoura als erster Mensch des Tages den Sonnenaufgang sehen kannst. Dass du die besten indischen Saris in Jaipur bekommst. Und die Kaffeekultur in Santiago de Chile die wohl Außergewöhnlichste von allen ist.

Ich merke mir diese Dinge, weil ich sie liebe und toll finde. Und ich bin gut darin. Also warum sollte ich mein Wissen über meine Interessen nicht an andere weiter geben, um ihr Leben zu erleichtern?

 

3 Du bist dein eigener Chef

Ich hatte nie Probleme damit, einen Chef zu haben. Ich hatte in den letzten Monaten aber auch kein Problem damit, keinen zu haben. Zu entscheiden, was du wann machst. Zu bedenken, wie du Dinge in die Hand nimmst. Zu überlegen, mit wem du zusammen arbeiten möchtest. Ja, das hat etwas.

Als Blogger bist du genau das. Du bist Designer, Produzent und Verkäufer in einem und der Blog ist das Produkt, das du verkaufst. Und kein Gefühl der Welt ist besser, als wenn Menschen auf dich zukommen und dir sagen, dass sie toll finden, was du tust. Du musst dafür aber auch bestimmte Eigenschaften vorweisen.

 

4 Du schaffst eine Community von Gleichgesinnten

Nicht nur du wirst dich für ein bestimmtes Thema interessieren. Denn jeden deiner Leser interessiert es auch, sonst würden sie deinen Worten gar nicht erst folgen. Du schreibst also nicht nur über das was du liebst. Du ziehst Gleichgesinnte damit an, die sich untereinander austauschen können und sich Tipps, Anregungen und Inspiration holen.

Und nicht nur das: Du triffst auch Gleichgesinnte, die dasselbe tun wie du. Auf der Tourismusmesse ITB Berlin habe ich über 400 Reiseblogger getroffen. Es war unglaublich motivierend und inspirierend, denn du weißt: Du bist nicht alleine. Du tauschst dich aus, hilfst dir gegenseitig, knüpfst Kontakte und sogar Freundschaften.

 

5 Du hilfst und unterstützt deine Leser mit Tipps

Wenn wir schon bei Tipps sind – welches Gefühl ist schöner, als zu wissen, einem Mitmenschen geholfen zu haben? Deswegen wollte ich unbedingt weg von der Ich-Erzählung. Ich wollte nicht darüber schreiben wie toll es mir ging, sondern darüber, wie es anderen ebenso toll gehen kann.

Ich begann mit Tipps zur Reiseplanung, schrieb über Reiseinformationen und was du in spezifischen Ländern sehen solltest. Es kam nicht nur besser bei meinen Lesern an, ich fühlte mich auch besser. Denn ich wusste, dass ich mit meinen Worten anderen dazu verhelfe, ihre Reisewünsche zur Reiserealität zu machen. Besser geht’s nicht!

 

6 Du arbeitest orts- und zeitunabhängig

Ich hasse es, früh aufzustehen. Vor 7 Uhr früh geht schon mal gar nicht, da bin ich nur ausgelaugt. Ab 8 hingegen bin ich fit wie ein Turnschuh. Das interessierte meine Arbeitgeber jedoch nur selten. Trotz Gleitzeit hatte ich nie das Glück, den Wecker nach 7 Uhr stellen zu können.

Mit meinem Blog ist das alles eine Sache von gestern. Ich arbeite wann und wo ich will. Und du kannst das als Blogger ebenso tun. Denn du bist dein eigener Chef – also entwickelst du deine eigene Form der Gleitzeit. Entscheidest dich jeden Tag für einen anderen Arbeitsort oder arbeitest einfach von zuhause aus.

Es ist dein Blog, dein Leben und somit deine Entscheidung.

 

7 Du arbeitest an deinem Traum

Hast du es auch nicht irgendwie satt, am Traum anderer mitzuarbeiten? Dem Konzernchef, der schon genug Geld am Bankkonto hat? Oder dem Agenturchef, der seine eigenen Ideen voranbringen will und deine Kreativität dazu nutzt?

Mit deinem Blog lebst du deinen eigenen Traum! Du wirst vielleicht härter und länger arbeiten als in einem Bürojob, aber nicht, weil du es als Beruf empfindest – sondern als Berufung! Dazwischen liegen Welten. Es wird dir gefallen alles voranzutreiben, zu schreiben, zu helfen, zu veröffentlichen. Es wird dir gefallen dein Herzblut und deine Zeit zu investieren, denn es ist dein Traum. Alles was du tust, tust du nur für dich, nicht mehr für andere.

Klingt gut, oder?

 

8 Bloggen wir zur Einnahmequelle

Du kannst deinen Blog zum eigenen Vergnügen betreiben oder damit dein Leben finanzieren. Du glaubst es geht nicht? Es geht doch! Du musst nur wissen wie du es angehst – und wie nicht. Selbst wenn es noch nicht allzu bekannt ist, aber vor allem im englischsprachigen Raum gibt es genügend Menschen, die als Blogger leicht über die Runden kommen. Der deutschsprachige Raum entwickelt sich auch täglich weiter. Immer öfter fällt der Begriff „Digitaler Nomade“ – also Menschen, die über Online-Einnahmequellen ihr Geld verdienen und dabei an keinen festen Arbeitsort gebunden sind.

Als erfolgreicher Blogger kannst auch du das sein! Dafür braucht es aber um einiges mehr als ein paar nette Texte. Wie du ein erfolgreicher Blogger wirst, erfährst du im genialen Blog Camp Online Kurs von Conni und Sebastian. In 10 Lektionen lernst du alles, was du brauchst, um einen erfolgreichen Blog zu führen.

 

9 Du lernst ständig neu dazu

Vor meinem Blog hatte ich ehrlich keine Ahnung von WordPress, Webdesign und Textgestaltung. Ich konnte dir maximal die Definition von SEO erklären. Praktische Erfahrung? Gleich null. Aber dafür ist learning by doing da. Nur sechs Monate später weiß ich was Templates sind, wie WordPress funktioniert, welche Tools wichtig sind, warum SEO wichtig ist und wie ich knackige Texte und gute Überschriften schreibe.

Durch eigenes Recherchieren lernst du täglich Neues dazu. Und gerade weil du es dir selbst aneignen möchtest, wirst du es dir leichter merken, schneller lernen und gezielter anwenden. Und du wirst ein richtig gutes Gefühl dabei haben, wenn du merkst, dass du dir immer mehr Expertise über Dinge aneignest, die dir wirklich weiter helfen.

 

10 Du wirst zum Experten eines Themas

Du lernst und lernst und lernst dazu. Darüber wie du schreibst, was du schreibst, wie du alles organisierst. Und plötzlich wird es Leute geben, die dich fragen, wie du das alles machst. Wie du dies und jenes geschafft hast. Und wie du das so durchziehst.

Warum?

Weil du, ohne es vielleicht zu ahnen, zum Experten deines Themas geworden bist. Wenn du deinen Blog über Reisen in Mexiko schreibst, weil du ständig dort warst und die Gegend wie deine Westentasche kennst, glauben dir die Menschen, dass du weißt wovon du sprichst. Du hast es schließlich mit eigenen Augen gesehen, erlebt und erfahren.

Du wirst der Experte in Themen, die du liebst und die dich interessieren. Jackpot!

 

FAZIT

Ich mag dich nicht belügen – wenn du ein guter Blogger sein willst, dann musst du daran arbeiten und dich stetig verbessern. Du solltest aber bei jedem Job so denken, wenn dir keine 08/15 Beschäftigung ausreicht.

Der Unterschied ist nur, dass das Bloggen dein Leben verändert. Denn du tust was du liebst. Du lernst dazu. Du triffst Gleichgesinnte. Baust auf eigenen Ideen auf. Entscheidest alles selbst. Du investierst also in dich, deine Person und deine eigenen Projekte.

Gibt es Risiken? Klar, so wie überall. Aber anstatt sich von Sorgen übermannen zu lassen, solltest du es einfach mal wagen und es zumindest versucht haben. Denn keine Frage ist fieser als „Was wäre, wenn…?“. Und sind wir uns mal ehrlich:

 

Wer will schon einen Beruf, wenn er seine Berufung finden kann?

 

Was denkst du: Kann Bloggen Leben verändern? Vielleicht auch Deines?